Spezialgebiet KAP-Drachen

Ein ganz spezieller Bereich der Drachenfliegerei sind die KAP-Drachen. KAP ist die Abkürzung der englischen Bezeichnung Kite Aerial Photografy, zu deutsch also Drachen-Luftfotografie.
Fotos, die üblicherweise nur aus einem Flugzeug oder Hubschrauber geschossen werden können, werden hier mittels eines Drachens möglich.
Die Idee dazu stammt nicht aus unseren Tagen. Schon vor mehr als einhundert Jahren – selbst die Fotografie war eine noch junge Technik – wurden die damals sehr gewichtigen Kameras durch mehrere gekoppelte Drachen in große Höhe gehievt und erfolgreich Luftaufnahmen gemacht.

 

KAP-Drachen sind keine Lenkdrachen. Als KAP-Drachen kommen, je nach Windverhältnissen und Gewicht des Kamerasystems, mittlere bis große Einleiner Drachen zum Einsatz. Voraussetzungen sind ein möglichst stabiles, ruhiges Flugverhalten, ein breiter Windbereich und die erforderliche Zugkraft.

 

An der Drachenleine wird ein Stück unterhalb des Drachens eine Pendel- oder Picavet-Aufhängung befestigt.

Unter dieser Aufhängung sitzt die sog. Kamera-Rig. Das ist ein Trägerrahmen, auf den die horizontal und vertikal schwenkbare Kamera, elektrische Servos zum Schwenken und Auslösen, die Steuerelektronik und ein Akku-Pack als Stromversorgung montiert sind.
Die Steuerung kann autark sein, d.h. die Elektronik bewirkt in programmierten Zeitintervallen das Schwenken und/oder Neigen der Kamera und das Auslösen der Aufnahme, oder alle Funktionen werden vom Boden aus mittels einer Funkfernsteuerung ausgelöst.

 

Das Ergebnis sind oft ganz besondere Aufnahmen, die anders kaum machbar wären.
Im Web findet man eine Reihe von Beispielen und Bauanleitungen für KAP-Drachen und das KAP-Equipment, z.B. auf
hprinzler.de
drachenfoto.at
kite-aerial-photography.de