Mit Einleiner-Drachen fing alles an

Die Einleiner-Drachen sind die ursprüngliche, schon seit Jahrhunderten benutzte Art, Drachen zu führen. Der Drachen selbst kann dabei die bekannten und unterschiedlichsten Formen haben, wie z.B. Rhombusdrachen, Deltoid-Drachen (Deltoid = Drachenviereck), Sechseckdrachen, Deltadrachen, Kastendrachen oder stablose Drachen, wie Matten und Gleitschirme.

 

Bunt bemalte Kinderdrachen werden neben der üblichen Rhombenform oft auch wie ein tropischer Vogel, ein Fisch, ein Käfer oder eine Fledermaus gestaltet. Der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt und man kann beinahe jedes beliebige einigermaßen symmetrische Motiv in den Himmel steigen lassen.

 

Freizeitspaß beim Drachen steigen lassen

Diese Drachen eignen sich auch sehr gut für einen Eigenbau. Bauanleitungen dazu sind auch im Internet zu finden. Wenn dann nach dem interessanten Drachenbau der selbstgebaute Drachen auch noch erfolgreich in die Lüfte steigt, ist die Begeisterung doppelt groß.
Bei all dem Spaß sollte man aber beachten, dass bei größeren Drachen oder bei stärkerem Wind erhebliche Kräfte an der Drachenschnur wirken können. Zum Halten der Schnur sollte immer eine Haspel oder etwas ähnliches und evtl. Schutzhandschuhe vorhanden sein, da es ansonsten leicht zu Schnittverletzungen kommt.
Bei Einleinern werden gewöhnlich Polyesterseile oder Nylonseile verwendet.

 

Der Einleiner-Drachen ist eigentlich ungelenkt. Entsprechend der Windrichtung steht der Drachen mehr oder weniger stabil auf der dem Wind abgewandten Seite. Instabileren Bauformen kann durch einen Drachenschwanz mehr Flugstabilität verliehen werden.
Eine Ausnahme bilden die sogenannten Kampfdrachen. Bei diesen Drachen wird durch verschieden starke Streben der Mittelteil (der sog. Kiel) steif gestaltet, während sich die Seitenflächen abhängig vom Winddruck mehr oder weniger intensiv verformen können.
Durch die Windkraft und den Zug an der Leine werden die Seitenteile nach oben gedrückt und der Drachenflug bekommt Stabilität. Lässt man die Leine jedoch zeitweilig los, ziehen die Streben die Drachenbespannung flach.
Der flache Drachen wird instabil und kippt seitlich weg bis durch erneuten Leinenzug der Flugwieder stabilisiert wird.

 

Will man einen Einleiner Kampfdrachen lenken lernen, bringt man ihn mit ständigem Leinenzug zunächst auf ausreichende Höhe. Bei Zug auf der Leine bewegt sich der Kampfdrachen relativ gleichmäßig in eine Richtung. Gibt man Schnur, bremst der Drachen und führt unkontrollierte Drehungen und Bewegungen aus. Die Kunst des Kampfdrachen Lenkens ist es, genau dann wieder dauerhaft Zug auf die Leine zu geben, wenn der Kampfdrachen gerade in die Richtung weist, in der man weiter fliegen will.
Achtung! Fliegt der Kampfdrachen abwärts, ist er durch mehr Leinenzug nur noch schneller unten. Also: Leine geben und erst wenn die Nase wieder nach oben zeigt an der Kampfdrachen-Leine ziehen.

 

Einleiner-Drachen und speziell Kinder-Drachen sind die am häufigsten anzutreffende Drachenform. Verschiedene stablose Bauformen lassen sich sogar in die Hosentasche stecken. Einleiner-Drachen werden oft zu sehr günstigen Preisen angeboten und eignen sich in jedem Alter und beihahe an jedem Ort für einen großartigen und aktiven Freizeitspaß.